Mittwoch, 26. März 2014

FilmReview + Buchvergleich: Rubinrot




Originaltitel: Rubinrot
Filmstart D: 14. März 2013
Filmstudio: schlicht und ergreifend GmbH; mem-Film; Concorde Filmverleih GmbH; Tele München
Dauer: 122 min.
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren
Regie: Felix Fuchssteiner (Verbotene Liebe; Draußen am See)
Musik: Philipp F. Kölmel (Französisch für Anfänger; Kleine Morde)
Hauptrollen: Maria Ehrich, Jannis Niewöhner (TKKG; Freche Mädchen 2)
Romanvorlage: Edelsteintrilogie 1: Rubinrot von Kerstin Gier









 
"Eigentlich ist Gwendolyn Shepherd ein ganz normaler sechzehnjähriger Teenager – ärgerlich nur, dass ihre Familie definitiv einen Tick zu viele Geheimnisse hat. Die ranken sich allesamt um ein Zeitreise-Gen, das in der Familie vererbt wird. Jeder ist sich sicher: Gwens Cousine Charlotte trägt das Gen in sich und so dreht sich alles ständig um sie. Bis sich Gwen eines Tages aus heiterem Himmel im London der letzten Jahrhundertwende wiederfindet. Sie muss sich daraufhin mit Charlottes arrogantem Freund Gideon de Villiers zusammentun, um das größte Geheimnis ihrer Familiengeschichte aufzuklären."
 






Die deutsche Autorin Kerstin Gier schuf meiner Meinung nach mit der Edelsteintrilogie eine sehr gelungene Jugendbuchreihe zum Thema Zeitreisen. Ich habe alle drei Bücher gelesen, werde aber wieder Meinungen von Freunden, die sie nicht gelesen, aber den Film gesehen haben einfließen lassen. Ziemlich überrascht war ich, als ich den ersten Trailer sah. Mein einziger Gedanke war "Eine deutsche Produktion? Deutsche Schauspieler? Oh nööö!" Ich ging nicht ins Kino, weil mich der Trailer auch gar nicht so sehr ansprach - im Nachhinein ziemlich dämlich, weil die Schauspieler selbst an dem Tag im Kino bei mir im Ort waren! Irgendwann wagte ich es, kaufte ihn mir auf DVD, saß mit meiner besten Freundin und meiner Mama vor dem Bildschirm und war gespannt.  
         
Positiv
 
Die Story:
Mir hat einfach gefallen, dass die Geschichte (obwohl sie von Zeitreisen handelt) durchgängig logisch war - genau wie die Bücher. Natürlich müssen Sachen weggelassen werden und vielleicht zwischendurch sogar etwas dazugedichtet, aber mir kam es nie störend oder holprig vor. Die Szenen bauten gut aufeinander auf und die Geschichte war in sich schlüssig.         

Die Schauspieler:
Viele haben sich beschwert und mochten sie nicht. Vielleicht ist die Maria Ehrisch (Gwendolyn) wirklich Geschmackssache, aber ich konnte ihr alles gut abkaufen und hatte das Gefühl - egal wie ich mir Gwendolyn beim Lesen vorgestellt habe - sie hier vor mir zu sehen. Bei Gideon de Villiers (Jannis Niewöhner) wird mir dagegen sicher keiner widersprechen: er macht seinen Job klasse. Voller Leidenschaft spielt er erst den Großkotz und dann Gwens Verbündeten. Er hat mir sogar fast besser gefallen als im Buch. Er war einfach sympathisch! Hochkarätig geht es mit Veronica Ferres (Gwens Muttter) und Laura Berlin (Gwens Cousine) weiter, die ihre Sache großartig machen. Als kleinen Leckerbissen kriegen wir übrigens noch Josefine Preuß und Kostja Ullman (auch wenn man  ihn nicht gleich erkennt) zu sehen. Einer meiner Lieblingscharaktere im Film war die verrückte Oma :-D

Setting und Kostüme:
 ... sind in diesem Film der dritte Hauptdarsteller. Und das zu recht! Es geht um Zeitreisen, wir sehen also verschiedene Epoche und somit auch Kostüme aus verschiedenen Zeitaltern. Die kamen mir alles sehr gelungen und authentisch vor. Überrascht und überzeugt hat mich auch die Farbwahl im Film. Wie auf dem Bild zu sehen ist die Welt oft in tristen Farben gehalten, während Gwendolyn mit ihren Kleidungsstücken (z.B. rote Jacke) von Anfang an heraussticht. Es zeigt, dass sie anders und etwas Besonderes ist. Das gefiel mir gut. Außerdem ist sie für den Zuschauer leicht auszumachen und mit den Augen zu verfolgen.
 
Negativ

Es ist ein deutscher Film:
Ich weiß, ich weiß. Das sollte kein negativer Punkt sein. Allerdings muss man sich erstmal daran gewöhnen, dass es halt nicht synchronisiert ist. Anfangs war ich irritiert davon, dass manchmal etwas schnell oder leise gesprochen wurde. Nach und nach stört es aber nicht mehr und eigentlich ist auch alles gut verständlich. Bei manchen Dingen muss man anfangs nur sehr genau hinhören.

Die Besetzung von Gwens Freundin:
Es war jetzt auch nicht wirklich schlimm, aber für mich hat sie einfach nicht gepasst. Ein bisschen zu kindlich wirkte sie und passte schauspielerisch vielleicht eher zu Schloss Einstein. Nun ja, da das Drehbuch für die Rolle der Freundin aber gut passte und sie ganz süß ist konnte ich gut darüber hinwegsehen. Als negativer Punkt blieb sie mir dennoch in Erinnerung.







Alles in Allem habe ich zwar sehr viele negative Stimmen über den Film gehört. Sicherlich ist es kein typisch amerikanischer Film. Und das versucht er auch gar nicht erst zu sein. Mir hat er so sehr gut gefallen und ich kann jedem ans Herz legen sich selbst ein Bild von dem Film zu machen. Allen Buchfans empfehle ich mit offenem Herzen an diese Verfilmung heranzugehen. Denn das Storyboard hat gepasst, die Story des Buches wurde gut umgesetzt und hat den Weg für die Verfilmung des zweiten Teils "Saphirblau" (Kinostart: 14.08.2014) geebnet.
 
Als alleinstehender Film und als Buchverfilmung
♥♥♥♥♥

Kommentare:

  1. Hallo, :)
    ich freu mich auf den zweiten Teil, bin schon gespannt wie sie den umsetzen konnten und hoffe es wird dann auch der dritte Teil verfilmt. :)
    Ich habe dich übrigens getaggt, bzw. einen Award verliehen. Würde mich freuen wenn du mitmachst.
    http://katja-welt-book.blogspot.de/2014/03/tag-liebster-award.html

    Liebe Grüße
    Katja

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    1. Hi :-)
      Ich freue mich auf ganz doll darauf und werde diesmal auf jeden Fall ins Kino gehen - vielleicht sind die Schauspieler ja noch ein zweites Mal da! *bitte, bitte*
      Und bin überzeugt davon, dass die Trilogie mit Erfolg zu Ende verfilmt wird!

      PS: Natürlich mach ich bei deinem Tag mit ;-)

      Liebe Grüße
      Souci

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