Mittwoch, 16. Juli 2014

Rezension: Die Schattensurfer von Hubert Wiest




Autor: Hubert Wiest
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erschienen: 24. Oktober 2013
ISBN: 978-1-4935-5617-5
Taschenbuch: 460 Seiten; 13,99€
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Ein Jugendbuch mit mehr Geheimnissen, als erlaubt







"Die vierzehnjährige Sansibar möchte endlich im Netzwerk von RUHL aufgenommen werden. Alle wollen aufgenommen werden. Ihre beste Freundin gehört längst dazu. Sansibar lernt wie besessen für die Aufnahmeprüfung. Sie ist bereit, alle Gedanken mit dem mächtigen Netzwerk zu teilen. Nur die einzige Erinnerung an ihre verschwundene Mutter will sie für sich alleine behalten. Computergenie Luan hat nur ein Ziel, Programmierer zu werden. Doch mit einem Diebstahl ruiniert er seine ganze Zukunft und muss fliehen. Sansibar will Luan helfen, oder sind es nur seine tintenblauen Augen, die sie süß findet? Auf jeden Fall hat sie Luan noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen, aber genau das behauptet Luan. Die beiden haben keine Zeit die Sache zu klären und Luan ist überzeugt, dass Sansibar ihn verraten hat. Da macht Kalawesi, der Besitzer eines Vergnügunsparks, Luan ein unglaubliches Angebot."







Hubert Wiest zeigt uns in seinem Jugendbuch ein packendes und spannendes Zukunftsszenario, über eine Welt, in der scheinbar nichts geheim ist. Ein zentraler Computer weiß ALLES. Er kennt all unsere Gedanken.
Doch wie weit ist dieses Szenario von unserer jetzigen Realität entfernt? Wie viel weiß das Internet bereits jetzt über mich?
Nach dieser Lektüre ist es nur ein kleiner Schritt, sich vorzustellen, was passiert, wenn das große, erdachte Netzwerk RUHL von Menschen betrieben und die Informationen missbraucht werden.
Doch auch ohne diesen Gedankengang bietet das Buch vor allem - aber nicht auschließlich - für junge Leser wichtige Gedankenanstöße und spannende Lesestunden.

Sansibar und Luan sind zwei gut gezeichnete Charaktere, deren Weg der Leser mit Bangen mitverfolgt. Aber auch der Besitzer des Vergnügungsparks Kalawesi, Luans Freund Pablo und sein Hund Nacho sind allesamt sympathisch, vielschichtig und nachvollziehbar.

Die Sprache ist leicht zu verstehen und flüssig zu lesen, die Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Jederzeit von großen Wendungen gepackt, bleibt keine Zeit, das Buch aus der Hand zu legen.
Die Aktualität des Themas tut sein Übriges und ließ mich in dieser dystopischen Sci-Fi-Welt mehr erschreckende Verhaltensmuster aus unserer heutigen Welt wiedererkennen, als mir lieb war.
Der Autor schafft es ohne erhobenen Zeigefinger, in brilliant dystopischer Manier, auf wichtige Misstände hinzuweisen.
Keiner soll vor RUHL Geheimnisse haben! Luan und Sansibar müssen aber erkennen, dass RUHL im Gegenzug auch nicht all seine schmutzigen Geheimnisse mit ihnen teilt. Daraus ensteht eine actionreiche Hetzjagd durch Mallinport und die Schattenwelt, bei der viele Geheimnisse aufgedekt werden.

Es gab nur ein paar mystische Elemente, wie ein paar Details an den Garmal-Sammlern und den Sipos, die ich mir bis zum Schluss nicht ganz erklären konnte - ein bisschen schade, da ein paar Mistery-Elemente zwar spannend, aber nicht unbedingt logisch wirkten.

Ansonste war ich gepackt und kann das Buch ruhigen Gewissens nicht nur Jugendlichen ab 12 Jahren, sondern auch Erwachsenen weiterempfehlen, obwohl es in erster Linie ein Jugendbuch bleibt.

Sonstiges:
Hubert Wiests neues Jugendbuch "Ich, Bakoo" (Amazon-LINK)  ist im April 2014 erschienen.
Diesmal spielt die Geschichte auf einem Wüstenplaneten in ferner Zukunft. Für alle Fans von Science-Fantasy und spannenden Jugendbüchern nur zu empfehlen (Rezensions-LINK).







Kristallklar sehe ich die Auflösung am Ende vor Augen, in der herauskommt, dass.....
Halt, das behalte ich mal lieber für mich! :-)
Taucht ein in eine Jugend-Dystopie voller Geheimnisse - Spannung von der ersten bis zur letzten Seite garantiert!
4/5 fü eine packende Jugend-Dystopie
Vielen Dank an den Autor Hubert Wiest für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars

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