Dienstag, 10. Juni 2014

Festivalbericht: Rock am Ring 2014

Hallo ihr Lieben
Zurück daheim, braungebrannt und blonder als zuvor starte ich offiziell in den schon weit fortgeschrittenen Juni. Hier kommt mein Festivalbericht!

Nie wieder Rock am Ring?
Für mich war es das erste und letzte Mal Rock am Ring. Das liegt zunächts einmal daran, dass der Nürburgring dem Veranstalter Marek Lieberberg ab sofort nicht mehr zur Verfügung steht. Während Marek Lieberberg plant mit dem Festival nach Mönchengladbach umzuziehen wird der neue Besitzer des Nürburgrings (Capricorn) nächstes Jahr am ersten Juniwochenende ein Konkurenzfestival am Nürburgring unter dem Namen "Grüne Hölle" veranstalten. Jetzt bleibt die Frage, was den Festivalfans wichtiger ist. Werden sie weiterhin die altbekannte Location aufsuchen oder Veranstalter Marek Lieberberg und seinem Prinzip treu bleiben und mit ihm nach Mönchengladbachn umziehen? Ich bin mal gespannt. Was haltet ihr davon?

Campingplatz vs. Festivalgelände
Viele von euch wissen sicher, dass es die Möglichkeit gibt sich ein Hotel in der Nähe des Festivalgeländes zu nehmen statt zu Campen. Doch lohnt sich Rock am Ring wirklich ohne die besondere Erfahrung des Campens? Lohnt es sich vielleicht, wie viele sagen, allein wegen des Campens zu RaR zu fahren?
Man muss sicherlich dazu wissen, dass sich die Campingplätze vor Ort in 3 Kategorien aufteilen lassen.
Kategorie 1. Die Campingplätze ganz nah am Festivalgelände, die hauptsächlich von Hardcore Campern bewohnt sind, die schon mehre Tage vorher anreisen. Diese Campingplätze sind die lautesten und dreckigsten mit den meisten Schnapsleichen. Nach einem Tag watet man durch Dreck und es stinkt nach Urin. 24 Stunden lang lärmt es aus Tausenden von Lautsprechern und Strom-Generatoren.
Kategorie 2. Die Campingplätze weiter weg. Sie haben eine bequeme Busanbindung zum Festivalgelände. Bewohnt sind sie meist von etwas ruhigeren Leuten, die später angereist sind und vorwiegend wegen den Bands und der guten Musik da sind, deswegen auch nicht so viel trinken und nicht alles dreckig machen.
Kategorie 3. Der Campingplatz auf dem wir waren. Er liegt genau zwischen Kategorie 1 & 2. Die ersten zwei Nächte waren sehr laut und voller Betrunkener. Danach wurde es leiser und die vielen Boxen waren nicht mehr in Dauerbetrieb. Die hintere Ecke in der wir waren war relativ sauber und unsere Nachbarn relativ nett. Leider waren wir noch nah genug am Festivalgelände dran (ca. 2,5-3 km), dass von uns aus keine Busse fuhren. Das heißt, wie mussten 45-60 min zum Festivalgelände laufen.
Bei 15-20 Grad begrüßt man den langen Spaziergang.
Bei 30-32 Grad Mittagshitze ohne Schatten sieht das schon etwas anders aus. Geht man diese 45-60 min jedes Mal durch die zugemüllten und stinkenden Campingplätze der Kategorie 1 wird der ganze Marsch nicht gerade angenehmer.

Fazit: Wir waren jedes Mal so müde und durchgeschwitzt, wenn wir ankamen, dass uns nach 3 Bands die Puste ausging bzw. gerade noch für die mühsamen Rückweg reichte. Hinzu kam, dass das Wasser viel zu schnell knapp wurde. Deswegen waren wir leider schon am Samstag total ausgebrannt und konnten viele Bands, die wir sehen wollten aus Erschöpfung nicht sehen. Sehr schade!

Highlights:
Awolantion hat eine klasse Show gegeben und das Publikum wunderbar eingebunden! (Klick)

Nothing More hat eine geniale Bühnenperformance hingelegt. Hut ab, sie haben alle begeistern können!
Quelle: tampabay.com
Schön waren außerdem:
Pennywise, Iron Maiden, Linkin Park, Fall Out Boy (Ich liebe sie, aber ich stand leider ganz hinten), Trivium, Alter Bridge

Überräuschungen kamen von:
Positiv - Die Fantastischen 4
Negativ - Falling In Reverse

Leider verpasst habe ich:
Gogol Bordello, Slayer, Kaiser Chiefs, Kvelertak, Black Stone Cherry, Chevelle, Seether, Avenged Sevenfold, Woodkid, Metallica

Meine Ausbeute:
Ein Rock am Ring Top, ein Nothing More T-Shirt, ein Awolnation T-Shirt


Wie zu erwarten habe ich kaum Zeit zum Lesen gefunden. Obwohl man mit seinen Freunden auf dem Campingplatz Gemeinschaft haben kann sind die Dixie-Klos und der 30 min Marsch + 30 min Wartezeit zu den nächsten Duschen vor allem für Frauen nicht gerade angenehm. Durch die langen Weg zum Festivalgelände und der starken Hitze haben wir leider zu viele Bands verpasst. Am Samstag und vor allem am Sonntag waren viele Besucher schon so ausgelaugt, dass sie frühzeitig abgereist sind. Ich muss sagen, dass ich die 400 €, die mich der Spaß insgesamt gekostet hat das nächste mal anders investieren würde. Mit Blasen an den Füßen, Sonnenbrand und 5 Schichten Dreck kam ich nach Hause und wusste viele Sachen wie saubere Klos wieder ganz neu zu schätzen.

Das war es erstmal von mir. Ich lese nun fleißig weiter und plane bereits ein Gewinnspiel, denn es sind nun bald 50 Leser über GFC im Büchergarten!
Liebe, sonnige Grüße

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