Dienstag, 28. Juli 2015

Rezension: Die Begegnung von Andy Andrews




Autor: Andy Andrews
Originaltitel: The Noticer
Genre: Erzählung
VerlagBRUNNEN Verlag
Erstmals erschienen: 01.03.2012
ISBN: 978-3-7655-1764-8
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten; 12,95€
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Gedanken, die helfen, eine neue Perspektive zu finden







„Manchmal muss man die Dinge nur ein bisschen anders sehen“. Diesen Satz kann Andy nicht vergessen. Dieser Satz von Jones, dem Mann mit dem Koffer, hat sein Leben zum Guten verändert, hat ihm Freude und Perspektiven fürs Leben gegeben. Wie Andy geht es vielen anderen in Orange Beach: einem Paar kurz vor der Trennung, jungen Leuten ohne Hoffnung, einem Unternehmer mit unsauberen Geschäften, zwei alten Menschen ohne Freude. Alle finden sie auf die Spur des Lebens zurück, alle erleben und entdecken sie Unglaubliches. Und alle fragen sie sich: Wer ist der Mann mit dem Koffer, der nie zu altern scheint?<<






Manchmal muss man die Dinge nur ein bisschen anders sehen

Der Erzähler Andy begleitet den Leser durch eine Geschichte, die eigentlich aus mehreren Geschichten verschiedener Personen aus unterschiedlichsten Lebenslagen besteht.
Dabei geht es stehts um Jones, der mehr über das Leben der anderen Leute weiß, als das, was von außen ersichtlich ist. Er kennt ihre geheimsten Wünsche, Sehnsüchte und ihre Probleme.

Die Charaktere werden nur kurz angerissen, sind aber trotzdem nie oberflächlich, sondern realistisch und authentisch. Jones gibt ihnen Ratschläge und spricht auf eine Weise in ihr Leben hinein, die dem Leser selbst Gedankenanstöße für sein eigenes Leben mit auf den Weg gibt.
"Aus diesen Begegnungen gingen die Leute mit einer neuen Perspektive heraus, konnten sich sammeln, tief durchatmen, und das Leben aus einem neuen Blickwinkel wieder anpacken."
(S. 97)
Jones Ratschläge haben mich selbst zum Nachdenken gebracht und ich muss noch jetzt an das Buch zurückdenken.

Mein einziger Kritikpunkt wäre, dass es sich der Autor mit der allwissenden Figur von Jones ein wenig einfach gemacht hat. Es sind nun einmal keine Alltagsgeschichten, weil es einfach niemanden gibt wie Jones, der die geheimen Probleme jedes Menschen weiß, nie altert und immer zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Es wäre einfach schön gewesen, Jones Gestalt etwas realistischer zu gestalten, denn so weiß man lange nicht, ob die Geschichte fantastisch oder authentisch ist.

Der Schreibstil ist verständlich und flüssig und empfehlen kann ich das Buch ab 15 oder 16 Jahren, weil auch einige Tipps für Partnerschaften angesprochen werden.






Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Da die Einzelschicksale und Ratschläge im Vordergrund stehen, konnte ich auch über das Mysterium um die Schlüsselfigur Jones hinwegsehen.
Ob Partnerschaften, Familie, Geld, Beruf oder Alter - die Menschen in diesem Buch haben Probleme, Träume, Sehnsüchte, die die meisten von uns auch schon einmal hatten oder gerade haben. Die Begegnungen mit Jones helfen ihnen, eine neue Perspektive zu finden und konnten auch mir wichtige Ratschläge mit auf den Weg geben.

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